Die Stellung der altägyptischen Kultur in der Bewußtseinsentwicklung der Menschheit

Die ägyptische Geistigkeit war von dem heutigen Intellek-
       tualismus grundverschieden... Die Weisheit jenes seltsamen
       Volkes ist einem der mittelalterlichen Schlösser ähnlich,
     welche  konzentrische Befestigungsmauern besaßen. Wenn man
       den äußeren Gürtel erobert hatte, befand man sich vor einer
       zweiten Mauer, noch trotziger und unbezwinglicher als die
       erste: diejenige der esoterischen Zeichensprache... Um
       Ägypten und gar seine Texte, zu verstehen, horche man
       zuerst auf sein Schweigen. Aus jenem Schweigen
       wird eine esoterische Ägyptologie entstehen können.

Gregoire Kolpaktchy 1) 

Es ist meine tiefste Überzeugung, daß eine jegliche Arbeit,
       die das Recht auf diesen Namen hat, eine Berufung vom Sicht-
       baren auf das Unsichtbare ist, eine Anrufung höherer Mächte.

Thomas Carlyle 2)

Die meisten ägyptologischen Arbeiten enthalten mehr oder weniger die scheinbar selbstverständliche Voraussetzung, daß die Menschen in den alten Zeiten zwar andere Inhalte des Denkens und Fühlens hatten und „noch nicht so viel wußten“ wie wir heutigen Menschen, daß aber die Seelenverfassung, die Art des Bewußtseins zu allen Zeiten die gleiche gewesen ist.

     Archäologen, Sprachforscher und Historiker haben in bewundernswerter Weise eine Fülle von Zeugnissen, Tatsachen und Zusammenhängen gefunden, die uns sehr nahe an die äußeren Lebensumstände der Ägypter herangeführt haben. Die Entzifferung der ägyptischen Schrift vermittelte die Illusion, die schriftlichen und bildlichen Äußerungen dieser Kultur nun weitgehend verstehen zu können. Die Frage nach dem Charakter des Bewußtseins dieses Volkes blieb oft weitgehend unbeachtet.

Entwicklungsstufen und „Sothis-Perioden“

Der amerikanische Naturwissenschaftler und Forscher Ken Wilber hat, verschiedene Denkmodelle zusammenfassend, eine Evolutionsgeschichte des menschlichen Bewußtseins vorgelegt, die sich auf die Arbeiten bedeutender Vertreter der Mythologie (wie Joseph Campbell), der Anthropologie (wie Ernest Becker und Norman O.Brown), der Biologie (wie L.L. Whyte) und der Historie (wie Morris Berman) beruft. 3)

     Das menschliche Bewußtseins hat sich, so Wilber, im Laufe von Jahrtausenden von drei ,,präpersonalen“, unbewußten Entwicklungsstufen bis heute zu einer vierten ,,personalen“, selbst-bewußten Bewußtseinsart entwickelt. Wilber ordnet das Alte und das Mittlere Reich Ägyptens der dritten präpersonalen Entwicklungsstufe zu.

     Der Mensch entwickelte in jener Zeit Sprache und mentale Symbole. Sein zunächst noch ausschließlich verbales Ich, also ohne eigentliches Subjektivitätsbewußtsein, lebte ganz im Banne eines Gruppen-Über-Ichs. Zwar war die Ich-Empfindung schon strukturierter als vorher, aber dieses Ich konnte sich noch nicht von Körper, Natur, Emotionen und Unbewußtem lösen. Der Mensch lebte in einer Welt imaginierter Bilder in Mythos, Schrift und Kunst. Das Zeitempfinden war zyklisch und jahreszeitlich geprägt. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte wurden gegenwärtige Handlungen auf die Zukunft ausgerichtet.

     Wilber unterscheidet bei allen Phasen, also auch bei den für unsere Erörterung interessanten, zwischen dem ,,Durchschnittsbewußtsein“ der Mehrheit der Menschen, das sich u.a. in einer ,,exoterischen“ Religion niederschlägt, und dem ,,esoterischen“, fortgeschrittenen Bewußtsein einer eingeweihten Minderheit. Letztere entfaltete als Träger höheren Bewußtseins erst keimhaft, dann zunehmend eine frühe Form von Verstandes-Denken.

     Die Anfänge der vierten Evolutionsstufe, der personalen, sind in der Zeit des Neuen Reiches anzusetzen. Langsam entstand nun ein personales Ich-Bewußtsein, das aus der Bindung an Kosmos, Natur und Körper auszubrechen begann. Eine frühe Form von Verstandes-Denken entwickelte sich weiter und bestimmte allmählich und in begrenztem Maß auch das Durchschnittsbewußtsein. Das Zeitbewußtsein wurde linear und führte zu einem gerichteten Zukunftsdenken. In Ansätzen entstanden freier Wille und individuelles Verantwortungsbewußtsein.

     Wilbers Analyse stimmt in vielen Punkten mit den Darstellungen des Geisteswissenschaftlers Rudolf Steiner überein.

     Steiner zählt für die gesamte ägyptische Bewußtseinsgeschichte - also für vordynastische und dynastische Zeit - vier ,,Sothis-Perioden“. Was hat es damit auf sich?

     Das ägyptische Jahr hatte drei Jahreszeiten: die Zeit der Überschwemmung des Landes durch den Nil, die Aussaat und die Ernte. Dieses ,,natürliche Jahr“ verschob sich aber in Bezug auf das ,,gezählte Jahr“ dadurch, daß die Ägypter für ein Jahr 365 und nicht 365 ¼ Tage rechneten.

     Der Jahresbeginn wurde mit dem Erscheinen des Sirius, des hellsten Sterns am nördlichen Himmel, gefeiert. Denn der erste Frühaufgang des Sothis - so nannten die Ägypter den Sirius - kündigte nach einer Zeit der Unsichtbarkeit das Nahen der Nilschwemme an und damit die neue Fruchtbarkeit des Landes.

     Dieser gefeierte Jahresbeginn wanderte also im Laufe der Zeiten allmählich durch das ganze Jahr hindurch, nach jeweils 4 Jahren sich um einen Tag verschiebend, bis er nach einer Zeitspanne von 1460 Jahren - also 365 x 4 - wieder ,,richtig“ geworden war. Diese Zeitspanne von 1460 Jahren nannte man eine Sothis-Periode. 4)

     Für Steiner stellen die Sothis-Perioden aber nicht nur einen äußeren Rhythmus dar, sondern gleichzeitig einen inneren, in dem die gesamte geistige Entwicklung Ägyptens schwingt:

     Die erste Sothis-Periode (5702-4242 v.Chr.) und die zweite (4242-2782 v.Chr.) sind dadurch gekennzeichnet, daß die noch ich-losen Menschen direkt mit höheren Wesenheiten verkehrten. 5) Um 3000 v.Chr. setzte das langsame Erlöschen dieses ,,alten hellseherischen Vermögens“ (Steiner) ein. Die Pyramidenzeit ist ein letzter Ausklang dieser Bewußtseinsstufe. Der Übergang von der 4. zur 5.Dynastie bezeichnet den Übergang zur:

     Dritten Sothis-Periode (2782-1322 v.Chr.). Dies ist die Zeit des ,,imaginativen Hellsehens“ in Form innerer geistiger Bilder. Bei den Trägern eines fortgeschrittenen höheren Bewußtseins keimt langsam ein individuelles und imaginatives Denken auf. 6)

     Die vierte Sothis-Periode (1322 v.-138 n.Chr.) beginnt mit Haremhab, dem Nachfolger Tut-Ench-Amuns. Stufenweise entwickeln sich Keime eines subjektiv-reflexionsfähigen Ichs und logisch-analytischen Denkens.

     Wir werden sehen, daß die (Ideal-)Zahlen, die den Übergang von einer Sothis-Periode zur nächsten angeben, Einschnitte auch in der künstlerischen Entwicklung markieren. Dies deutet schon eine innere Beziehung zwischen Kunst und geistiger Entwicklung an.

Vom „alten Hellsehen“ zur Imagination

Entscheidend für die geistige Entwicklung Ägyptens war - so Steiner - die Prägung von Urpersien her. Von dort kam vor Beginn der ersten Sothis-Periode Hermes Trismegistos, den die Ägypter später als Gott Thoth verehrten. 7)

     Er lehrte die Ägypter die Geheimnisse des Raumes, sowohl oben am Himmel (Tierkreis, Planeten) wie unten auf Erden (Geometrie und Feldmeßkunst). Er gab ihnen die Urformen der Schrift. Er besaß „alte hellseherische Einblicke“, kannte die Gesetze der geistigen Welt und sah deshalb in allen irdisch-räumlichen Verhältnissen etwas wie Abbilder der himmlischen Verhältnisse - und die himmlischen Verhältnisse dargestellt in der Sternenschrift. Im irdischen Raum der kosmischen Ordnung aber ist die Materie ausgebreitet. Deshalb waren die Hermesgeheimnisse Mysterien der Materie. 8)

     Daher kam es, daß die ägyptische Kultur intensiv dem Erdenstoff, der materiellen Raumes- und Sinnenwelt zugewandt war. Die spirituelle Stoffwissenschaft, die sich mit den ätherischen Bildekräften der Erdenstoffe beschäftigt, also mit den Kräften der raumfüllenden, alles durchdringenden Urenergie, aus der alle anderen Energieformen und die Materie hervorgehen, diese Stoffwissenschaft entstand in Ägypten (Chemie und Alchemie). 9) Sie bezog sich auch auf dem Menschen.

     Bis zum Ende des Alten Reiches waren Reste des ,,alten Hellsehens“ vorhanden, bei dem die Menschen ihre Offenbarungen in direktem Kontakt mit höheren geistigen Wesenheiten erhielten.

     Das Ende der zweiten Sothis-Periode, also die Zeit der ersten Dynastien, ist die Entstehungszeit der typisch ägyptischen Art der Menschendarstellung und deshalb von besonderem Interesse.

     In dieser Zeit begannnen die Eingeweihten Ägyptens in den Mysterienstätten zu lernen, wie die geistigen Kräfte mit den physischen Kräften korrespondieren. Religion, Wissenschaft und Kunst waren noch eins. Das alte Hellsehen wurde zunehmend abgelöst von einem imaginativen und analogen Denken, welches komplexe Zusammenhänge in ganzheitlichen Gestalten erfaßt und verknüpft sowie Polaritäten und Paradoxien erlaubt. Dieses ,,Denken“ schuf Symbole, Mythen und die Bilder der neuen, dynastischen Kunst.

     Da zu jener Zeit, so Steiner, Tages- und Nachtbewußtsein noch nicht so scharf getrennt waren, und die Seele nicht nur im Schlaf, sondern auch im Wachen noch nicht so fest mit dem Leib verbunden war, löste sich das geistig-seelische Wesen des Menschen in einer Art Schlafbewußtsein vom Leib und ging in die übersinnliche Sphäre. Von da brachte es schöpferische Anregungen mit (Wahrtraum). Der imaginativ Hellsichtige nahm die physisch-sinnliche Welt noch geistig wahr, er konnte die ätherische Aura von Gegenständen, Tieren und Menschen sehen. Das Auge nahm noch die in der Erscheinungswelt wirkenden Lebens- und Bildekräfte wahr. 10)

     Da Stoffliches und Geistiges im Bewußtsein noch nicht klar getrennt waren, blieb die Sinneswahmehmung noch vermischt mit übersinnlicher Imagination. Die Imagination war also nicht ein abstrakter Gedanke, der danach in ein Bild gekleidet wird. Bilder werden vielmehr als spontane Erscheinung einer übersinnlichen Wirklichkeit gefunden. Mehr und mehr wurden die ,,hellseherischen“ Bilder auch durch Gedankenkräfte erfasst, das Gedankenleben fließt aber noch aus der geistigen Welt, ist kein selbst erzeugtes.

     Vor dem geistigen Ohr ertönten und vor dem geistigen Auge erschienen mathematische und andere „wissenschaftliche“ Bilder und Resultate (freilich noch ohne die Fähigkeit der verstandesmäßigen Begründung oder logischen Beweises). 11)

     Die imaginative Erkenntnisart der alten Ägypter kann eine Erklärung sein für die im ägyptischen Flachbild aspektivische, also zweidimensionale künstlerische Darstellung. Rudolf Steiner sprach 1922 in einem Vortrag über die Raumesdimensionen, die ein Mensch bei den verschiedenen Stufen der übersinnlichen Erkenntnis - Imagination, Inspiration und Intuition - erlebe. In diesem Zusammenhang machte er geltend, dass der Mensch die Welt der Imagination zweidimensional erlebe. 12) Es liegt die Vermutung nahe, dass die alten Ägypter wie auch andere Kulturen, zu deren Zeit die imaginative Erkenntnis vorherrschend war, deswegen eine aspektivische Kunst besassen. Die gegenständliche, an den äusseren Sinnen orientierte Erkenntnisweise hingegen braucht drei Dimensionen. Dementsprechend haben dann später die Griechen, die zu dieser Erkenntnisform vorgedrungen sind, in der bildenden Kunst die Perspektive entwickelt.

     Als Organ der Imagination wird von dem Astrophysiker Erich Jantsch das limbische System des Gehirns angenommen, in dem der Ursprung der Träume vermutet wird und welches bei den Menschen damals eine größere Rolle gespielt habe als heute. 13) In Frage kommt außerdem, so Jantsch, die rechte Neo-Cortexhälfte des Gehirns, in dem Intuition, analogisches und ganzheitliches Denken ebenso behei-matet sind wie das räumliche Vorstellungsvermögen. 14)

     Steiner hingegen sah als Organ der Imagination den sympathischen Teil des Autonomen Nervensystems in der Herzgegend (Solarplexus) an. Das würde erklären, wieso bei den Ägyptern das Herz als Sitz des Wissens galt. Später, ab dem Mittleren Reich, habe sich das imaginative Bewußtsein bis hoch in die Kehlkopfregion und in den Kopf verschoben. Dies ließe sich wieder mit Jantschs Auffassung vereinbaren.

     Heute wird uns der grösste Teil des Wissens des alten Ägypten nicht so sehr durch das Lesen von Texten zugänglich, sondern vor allem durch das Lesen von Bildern und Symbolen. Vor allem darf man sich bei der Betrachtung und Reflexion von Kunstwerken, Hieroglyphen und Mythen nicht auf die äußere Sinnebene beschränken. Unterhalb dieser gibt es tiefere Ebenen des Verständnisses, die freilich schwerer zu erschließen sind.

Die Mysterienstätten

Das ,,alte Hellsehen“ und das imaginative Bilderschauen sowie das analoge Denken wurden in den Mysterienstätten geschult.

     Mysterienstätten, die es zu allen Zeiten gegeben hat, sind für Steiner ein Schlüssel zum Verständnis der geistigen Impulse, die von Eingeweihten mit höherem Bewußtsein gegeben wurden und die zur Weiterentwicklung des menschlichen Bewußtseins während der jeweiligen Kulturstufe beitrugen. Das esoterische Wissen wurde streng gehütet, seine Bedeutung wurde ausschließlich von Eingeweihten vollständig verstanden. Die Mysterien wirkten im Verborgenen. Erst während der griechischen Antike traten sie in das Blickfeld weiterer Kreise. Als die Menschheit zu eigenem Ich und damit zu verstärkt eigener individueller Verantwortung gelangt war, erfüllte sich die Mission der Mysterienstätten.

     Für die Existenz von Mysterienstätten im alten Ägypten und die dort stattfindenden Einweihungen in das esoterische Wissen gibt es eine Reihe klarer schriftlicher Belege:

     So heißt es z.B. in der Sonnenlitanei 185: „O Pharao, ..., der die Einweihung in die Mysterien der Unterwelt kennt, du bist einer, der eingedrungen ist in die Heiligkeit der Mysterien.“ 15)

     In der ägyptischen Abteilung des Louvre in Paris befindet sich die Grabstele eines Hohenpriesters von Memphis mit Namen Ptah-Mer , welche die Worte trägt: ,,Er drang in die Geheimnisse jedes Heiligtums ein; nichts blieb vor ihm verborgen. Er bedeckte mit einem Schleier alles, was er gesehen hatte.“ 16) Ähnliche Andeutungen finden sich vielfach in ägyptischen Quellen.

     In den Bänden 1-3 der Historien von Herodot (400 v.Chr.), im Buch des Apollonius von Tyana (ca. 50 n.Chr.) und in Andeutungen des Josephus Flavius (200 n.Chr.) haben wir Zeugnisse von Menschen, die in niedrige Grade der späten ägyptischen Mysterien eingeführt wurden. Weitere Griechen, die diese Einweihungen erfahren haben, sind Solon, Thales, Pythagoras, Demokrit von Abdera, Plato, Plutarch (Hoherpriester des Apollo) und Plotin. 17)

     Über die Einweihungsriten und -inhalte wird natürlich nur wenig oder nichts überliefert, denn - so Herodot: ,,Über diese Mysterien, die ich wahrhaftig und ohne Ausnahme kenne, muß ich religiöses Schweigen bewahren.“ 18) Plutarch läßt uns immerhin wissen: ,,Im Augenblick des Todes macht die Seele die gleichen Erfahrungen, wie jene, die in die großen Mysterien eingeweiht wurden... Die Mysterien waren auch dazu bestimmt, den Sinn wertvoller Geschichtsereignisse zu bewahren.“ 19)

     Und der Syrer Jamblichos, ebenfalls eingeweiht in Geschichte und Sinn der Evolution des menschlichen Geistes, schrieb: ,,Die Erkenntnis der Götter kann nur dadurch erfolgen, daß wir in uns selber einkehren und uns selbst erkennen lernen. Deshalb sage ich, daß der göttliche Teil des Menschen, der einst mit den Göttern dadurch verbunden war, daß er ihres Daseins gewahr wurde, später in einen anderen Zustand geriet, und durch die Bande der Notwendigkeit und des Schicksals in Fesseln gelegt wurde. Daher ist es nötig zu bedenken, wie er aus diesen Fesseln befreit werden könnte. Es gibt keine andere Lösung dafür als die Erkenntnis der Götter. Dies ist das Ziel der Ägypter in ihrem priesterlichen Erheben der Seele zur Gottheit.“ 20)

     In Anlehnung an diese Quellen lassen sich die Inhalte, die dem durch Schulung und Prüfungen vorbereiteten Schüler auf dem Wege der Initiation vermittelt wurden, kurz zusammenfassend so schildern: Der Einzuweihende schaute in die Vergangenheit der Menschheitsentwicklung, er lernte sich selbst im Innern kennen, er erlebte die Transzendenz des eigenen Geistig-Seelischen über den Tod hinaus, er schaute die Zusammenhänge von Makro- und Mikrokosmos und wurde in die geheimen ,,Wissenschaften“ eingeführt. Es ist freilich zu bedenken, daß es unterschiedliche Grade der Einweihung gab und daß Form und Inhalt der Mysterien sich im Laufe der ägyptischen Geschichte sicherlich gewandelt haben.

Die Pharaonen

In den Mysterienstätten geschulte Träger höheren Bewußtseins waren vor allem die Pharaonen. In der Zeit der ersten vier Dynastien galten diese selber als ,,hohe Geistwesen“ (Steiner), die mit sich jeweils eine neue Bewußtseinsstufe auf die Erde brachten. Deshalb wurden in dieser Zeit die Pharaonen als Götter verehrt, welche nach ihrem Tod direkt wieder in eine göttliche Daseinsform wechselten.

     Mit der 5.Dynastie trat eine Veränderung ein. Nun waren die Pharaonen menschliche Inkarnationen, die als höchste Eingeweihte (Magier/Adepten) von höheren Individualitäten, von höheren Geistwesen inspiriert wurden. 21) Sie galten deshalb “nur” noch als Söhne der Götter.

     Bezeichnenderweise bleiben die Pharaonen des Alten und Mittleren Reiches als Persönlichkeiten weitgehend anonym. Besonders von denen des Alten Reiches wissen wir nahezu nichts Biographisches. Dies deutet auf die Unwichtigkeit ihrer menschlichen Person hin. Sie waren höhere Geistwesen bzw. von solchen Wesen inspirierte Führer mit bestimmten Aufgaben kulturschöpferischer Art.

     Am Ende der dritten Sothis-Periode war es der Pharao Echnaton, der als erster Repräsentant einer voranschreitenden Individualisierung des Menschen über eine doppelseitige Erkenntnis verfügte: zum einen die physische Wahrnehmung von außen, zum anderen ein geistiges Denken von innen her. Echnaton war seiner Zeit jedoch weit voraus, weshalb auch seine religiösen, künstlerischen und politischen Neuerungen scheitern mußten

     Die vierte Sothis-Periode war vollends vom erstarkenden Ich-Bewußtsein und von Vorformen des reflexiven Denkens gekennzeichnet. Nicht umsonst finden wir im Neuen Reich eine Blüte subjektiver Frömmigkeit - die Einzelperson setzt sich in ein persönliches Verhältnis zu Gott - und ein erstarkendes persönliches Gewissen.

     Ab ca. 1300 v.Chr. wich die spirituelle Hermeskultur langsam aber stetig - von Echnatons Zeit kurz unterbrochen - dem imperialen Ich-Prinzip (Ego-ismus) der meisten nun folgenden Pharaonen und der Machtanmaßung einer spirituell weitgehend entarteten Priesterschaft. Thutmoses III. bereits markierte mit seinem erfolgreichen Streben nach Weltmacht für Ägypten den Übergang in eine Zeit, in der das Mysterienwesen zurückging und nur noch aus der Zurückgezogenheit wirkte.

     Seit dieser Zeit waren die Pharaonen in ihrer Mehrzahl wohl keine wirklich Eingeweihten mehr. Daher galten sie „nur“ noch als menschliche Verwalter der göttlichen Pläne. Alles Göttliche bzw. Halbgöttliche war von ihnen genommen. Je menschlicher die Pharaonen wurden, desto deutlicher tritt ihre Biographie und ihre Persönlichkeit aus dem Dunkel der Anonymität heraus.

     Neben dem Pharao waren es vor allem die Hohenpriester der verschiedenen Mysterienstätten und wohl auch manche Wesire des Reiches, die als Träger höheren Bewußtseins anzusehen sind. Die Hierarchie in der Priesterschaft und im Staate war - jedenfalls im Alten Reich - vor allem eine geistige Hierarchie des Bewußtseins. Dies änderte sich nach und nach, je mehr Pharao, Priesterschaft und Beamtenwesen später von Machtinteressen als Ausdruck des erstarkenden Ich geprägt wurden.

Das Volk

Während also höheres, esoterisches Bewußtsein zunächst auf einen Kreis von Auserwählten beschränkt war, entwickelte sich die exoterische Volksreligion aus der Imaginationsfähigkeit des Durchschnittsbewußtseins, die durch Mythen und öffentliche Mysterienspiele geschult wurde, in welche die Eingeweihten ihre Erkenntnisse und Erlebnisse kleideten.

     Drei Bedeutungsebenen sind dabei zu unterscheiden: die gegenständliche bzw. historisch-physische, die seelische und die kosmisch-geistige Ebene. Der Wahrheitsgehalt der mythischen Bilder sollte im Volke auf unbewußte Art wirken, er sollte in der Volksseele als geistige Wachstumskraft wirken. Denn das Volk war zwar auch im Zustande der Bilder-Imagination, lebte aber doch überwiegend in der Sinneswelt, hatte also selbst keine entfaltete Imagination der dahinter stehenden Geisterwelt und konnte erst recht nicht die Gesetzmäßigkeiten der geistigen Welt erkennen. 22)

     Es galt, im Volk die Empfindungsseele (ägyptisch: Ba) zu entwickeln, d.h. die Fähigkeit, auf Reize der Außenwelt mit Empfindungen zu antworten. Die Empfindungsseele wiederum hängt in bezug auf ihre Wirkung von der Lebenskraft (ägyptisch: Ka) des physischen Körpers ab. Die Menschen lernten, sich in ihrem Leib einzuleben und sich im Zentrum der Welt zu finden.

     Die geschilderten zwei Bewußtseinsarten waren auch bei der Erschaffung und Verwirklichung der ägyptischen Kunst wirksam:

     Inspirierte Pharaonen und Weise entwickelten die Kunst und lehrten Neuerungen so, daß Menschen, die jenes höhere Bewußtsein nicht besaßen, diese umsetzen und anwenden konnten.

     Nachgeordnete Künstler und Gehilfen waren mit Hilfe der im Regelkanon niedergelegten Grundsätze in der Lage, Bilder zu schaffen, ohne deren Sinn und Gehalt wirklich verstehen zu können. An Bildern geschulte Assoziationsfähigkeit, eine an die Sinneswahrnehmung gebundene Imaginationskraft und das Befolgen von Anweisungen - diese Faktoren erklären Arbeitsweise und Fähigkeiten der großen Mehrheit der Kunstschaffenden.

     Diese geistesgeschichtlichen Hintergründe bilden die Grundlage eines tieferen Verständnisses von der Rolle der Kunst und der Stellung der Künstler in der gyptischen Gesellschaft.

Anmerkungen

1)  Gregoire Kolpaktchy, Ägyptologe und Theosoph.

     Zitat aus: Gregoire Kolpaktchy, Das ägyptische Totenbuch, Bern 1970,
     S.34 und 54
(zurück zum Text)

2)  Thomas Carlyle (1795-1881), schottischer Historiker
     Zitiert nach: Egon Friedell, Kulturgeschichte Ägyptens und des alten
     Orients, München 1984, ganz vorn (zurück zum Text)

3)  Ken Wilber , Halbzeit der Evolution, Bern 1988 (zurück zum Text)

4)  Die Entstehungsgeschichte des ägyptischen Kalenders mit seiner Rechnung nach
     Sothisjahren weist auf eine Zeit weit vor der ersten geschichtlich gezählten Dynastie
     zurück.

        Der Beginn einer solchen Sothis-Periode ist für das Jahr 1322 v.Chr. durch
     ägyptische Texte und durch moderne astronomische Simulationen gesichert. Es
     steht auch fest, daß der Kalender im Jahr 4241 v.Chr. eingeführt wurde, d.h.
     mit dem Beginn einer der vorhergegangenen Sothis-Perioden. Zu diesem
     Zeitpunkt muß also schon eine hohe Kultur bestanden haben, was uns
     noch auf eine Periode über diese hinaus zurückverweist. (Siehe hierzu:
     Peter H. Schulze, Auf den Schwingen des Horusfalken, Bergisch-Gladbach
     1980, bes. S.21 und 69) Demnach ist die ägyptische Kultur älter, als bis heute
     vielfach angenommen wird.

         Dem ägyptischen Hohepriester Manetho aus dem 3.Jhdt. v.Chr. werden das
     „Sothis-Buch“ und ein Buch über die Geschichte Ägyptens zugeschrieben. Diese
     Bücher enthalten Namen und Regierungsjahre von vorgeschichtlichen Königen,
     die bis in die „Zeit der Halbgötter und Götter” zurückreichen. Auch der „Turiner
     Königspapyrus“ aus Ägypten spricht von vordynastischen Königen.

         Es gibt Äußerungen einiger antike Autoren wie Solon, Herodot und Diodor ,
     die ebenfalls in diese Richtung deuten:

         Der griechische Historiker Herodot, der sich um 450 v.Chr. in Ägypten aufhielt,
     schildert im 2.Buch der Historien, die Priester zu Theben hätten ihm 341 Statuen
     von Hohenpriestern gezeigt, deren jede eine hohepriesterliche Generation angebe.
     Demnach blickten die Ägypter bereits damals auf eine mehrere tausend Jahre
     alte Geschichte zurück. Auch der griechische Weise und Staatsmann Solon wurde
     durch einen alten Priester zu Sais entsprechend unterrichtet, als er sich 571-561
     v.Chr. in Ägypten aufhielt. Als weiterer Zeuge sei noch Diodor von Sicilien
     erwähnt, Geschichtsschreiber von vierzig Bänden, der in seinem ersten Buch aus
     dem 1.Jhdt. v.Chr. von einer Götterherrschaft weit vor der dynastischen Zeit
     berichtet. (Siehe dazu: Herodot, Historien, München 1963 sowie Adolf
     Wahrmund
, Diodor’s von Sicilien, Geschichtsbibliothek (1.Buch), Stuttgart 1866)

         Der britische Archäologe Emery kommt in Würdigung der Quellenlage zu dem-
     selben Ergebnis wie sein Landsmann und Kollege John G. Wilkinson (1797-1875):
     „Alle Tatsachen führen zu dem Schluß“, so Wilkinson, „daß die Ägypter kulturell
     bereits sehr fortgeschritten waren vor dem Zeitalter des Menes (erster Pharao der
     dynastischen Zeit, d.Verf.) und vielleicht, bevor sie in das Niltal einwanderten.“
     (Zitiert nach: Paul Brunton , Geheimnisvolles Ägypten, Bergisch-Gladbach 1986,
     S.28)
(zurück zum Text)

5)  Siehe hierzu: Rudolf Steiner, Die geistige Führung des Menschen und der Mensch-
     heit, Dornach 1991 (1 1911)
(zurück zum Text)

6)  Rudolf Steiner unterscheidet für jene Zeit genaugenommen drei Arten  fortge
     schrittenen Bewußtseins:

      a) Imaginativ Hellsehende. Sie wußten von den in der Sinnenwelt wirkenden
          geistigen Kräften, kannten aber nicht die Gesetze der geistigen Welt.

      b) Eingeweihte. Sie waren nicht hellsichtig, aber sie kannten durch Inspiration
          und Intuition die Gesetze der geistigen Welt.

      c) Die Magier, später auch Adepten genannt. Sie konnten hellsehen und waren
          eingeweiht. Darüberhinaus beherrschten sie höhere Kräfte, sodaß sie der-
          gestalt nach außen wirken konnten (Magie). Weiße Magie bezieht ihre
          Macht, bei gleichzeitiger Hingabe der eigenen Person, aus der kosmischen
          Energie. Schwarze Magie strebt nach persönlicher Macht und/oder materiellen
          Zielen und bekommt ihre Kraft durch die Herbeirufung „böser“ übersinnlicher
          Geistwesen.

     Der Einfachheit halber unterscheide ich nicht zwischen den drei Formen, sondern
     spreche allgemein von „Eingeweihten“.
(zurück zum Text)

7)  Es war nicht selten, daß nachfolgende Generationen einen großen Weisen der
     Vergangenheit als Gott verehrten. So wurde auch Imhotep (= „der in Frieden
     gekommen ist“) Jahrhunderte später göttlich verehrt. Sogar die Griechen ver-
     ehrten ihn noch, als Heilgott Asklepios. Das Gleiche gilt für Thoth, den die
     Griechen später als Hermes verehrten.
(zurück zum Text)

8)  Die Lehren, die heute als hermetische Schriften überliefert sind, also die soge-
     nannten „Hermetica“ und die berühmte „Tabula Smaragdina Hermetis“ stammen
     sicher nicht direkt von Hermes Trismegistos selbst,  sondern sind sehr viel
     später entstanden (zwischen 500 v.Chr. und 400  n.Chr.). Ihre Verfasser wa-
     ren Ägypter, Griechen, Juden und Araber, die der esoterischen Tradition der
     Hermetik angehörten. Diese esoterische Überlieferung, die auch im Westen
     bis in unsere Zeit hineinreicht, geht allerdings auf die altägyptische Mysterien-
     weisheit zurück. (Siehe dazu: Helmut Gebelein, Alchemie, München 1996)
   
(zurück zum Text)

9)  Die Begriffe Chemie und Alchemie sind sprachlich wahrscheinlich ägyptischen
     Ursprungs. Helmut Gebelein ist der Ansicht, daß die Alchemie in Persien
     entstand, und von dort nach Indien, Ägypten und China kam. (Dies würde
     Rudolf Steiners Version stützen, nach der durch Hermes Trismegistos die
     „Stoffwissenschaft“ von Urpersien  nach Ägypten gebracht wurde.) Nach
     Europa gelangte die Alchemie vor allem durch Griechen, Tempelritter und
     Araber. (Siehe hierzu: Helmut Gebelein, Alchemie. Die Magie des Stoff-
     lichen, München 1996)
(zurück zum Text)

10)  Siehe dazu: Ernst Uehli, Kultur und Kunst Ägyptens, Dornach 1975, S.327 ff.
       und 337 ff.
(zurück zum Text)

11)  Der amerikanische Psychologe Julian Jaynes entwickelte in den siebziger
       Jahren des 20.Jahrhunderts die These, daß die meisten Völker erst um
       ca. 1200 v.Chr. die Funktionen der beiden Hirnhälften des Neo-Cortex
       mit Hilfe der 200 Mill. Verbindungsfasern im Corpus Callosum ganz zu koor-
       dinieren gelernt hatten. Jaynes bezeichnet diese Veränderungen in den
       Hirnfunktionen als Übergang von der „bikameralen Psyche“ zum sub-
       jektiven Bewußtsein.

           Im „bikameralen“ Entwicklungsstadium verfügte das Menschenhirn über
       zwei Sprachzentren: Das linke war zuständig für die Alltagssprache, das
       rechte (inzwischen funktionslos gewordene) „blieb frei  für die Sprache
       der Götter“. Die Menschen haben die Funktionen des rechten Sprach-
       zentrums als der Außenwelt zugehörig empfunden. Stimmen, die von dort
       zu kommen schienen, so Jaynes, wurden Gottheiten zugeschrieben, die
       damit zur physisch wahrnehmbaren Realität wurden. Die Stimmen wurden
       mittels des Mediums Sprache dem persönlichen Bereich übermittelt.
       Jaynes ist allerdings zu sehr Materialist, als daß er in Erwägung ziehen würde,
       daß die Stimmen  teilweise - soweit sie nicht ein Gruppen-Überich wieder-
       geben - tatsächlich aus der transpersonalen geistigen Welt kamen. Seine
       Theorie stellt aber eine mögliche physiologische Erklärung - und Bekräftigung -
       dar für das Phänomen der alten Hellsichtigkeit, wie Steiner sie beschreibt.
       (Siehe: Julian Jaynes, Der Ursprung des Bewußtseins durch den Zusam-
       menbruch der bikameralen Psyche, Reinbek 1988)

          Der geschilderte Zustand findet sich auch bei schizophrenen Kranken, die
       oft transpersonale mystische Erfahrungen haben, welche sie freilich nicht in
       ihre gewöhnliche Bewußtseinsform integrieren können. (Siehe hierzu: Frank
       Capra
, Wendezeit. Bausteine für ein neues Weltbild, München 1988,
       S.423 ff.)
(zurück zum Text)

12)  Rudolf Steiner, Die vierte Dimension. Mathematik und Wirklichkeit,  Dor-
       nach 1995, S.220 (1 1995)
(zurück zum Text)

13)  Emil Jantsch, Die Selbstorganisation des Universums, München 1982,
       S.249 ff. und 396

       Daher sind die vielfältigen Zusammenhänge höherer Mathematik, die in den
       Maßen der großen Cheops-Pyramide zu finden sind, weder Zufall noch
       Ergebnis wissenschaftlicher Erkenntnis im heutigen Sinn. Die mathematischen
       Zusammenhänge offenbarten sich den Eingeweihten vielmehr auf inuitive Weise
       oder durch Inspiration.

          Viele große wissenschaftliche Entdeckungen der Neuzeit kamen übrigens auf
       vergleichbare (wenn auch nicht identische) Weise zustande. Kekulé kam im
       19.Jahrhundert auf seine Theorie der molekularen  Struktur durch eine Reihe
       tiefer Träume. Und der Mathematiker Poincaré beschrieb, wie mathematische
       Begriffe in Wolken vor ihm aufstiegen, vor ihm herumtanzten und sich schließlich
       zur ersten autonomen Funktion vereinigten, während er im Bett auf den Schlaf
       wartete.
(zurück zum Text)

14)  Auch die Ägyptologin Emma Brunner-Traut (Frühformen des Erkennens am
       Beispiel Altägyptens, Darmstadt 1990) geht von einer Dominanz der rechten
       Hälfte des Neo-Cortex bei den vorgriechischen Kulturen aus. Leider beinhaltet
       ihre Darstellung einige gravierende Mißverständnisse, die im wesentlichen auf
       zwei Mängeln beruhen: Es fehlt bei ihr die notwendige Unterscheidung zwischen
       dem Durchschnittsbewußtsein des Volkes und dem höheren Bewußtsein der
       Eingeweihten. Außerdem leugnet sie die Existenz einer ganzheitlichen Wahr-
       nehmung in vorgriechischenKulturen. Indem sie das tut, berücksichtigt sie ein
       wesentlichesMerkmal rechtshemisphärisch dominierten Denkens nicht: die 
       intuitiv-ganzheitliche Gestalt-Erfassung.

       Siehe dazu:

       Frank Teichmann, Die Kultur der Empfindungsseele, Stuttgart 1990

       Julian Jaynes , Der Ursprung des Bewußtseins durch den Zusammen-
       bruch der bikameralen Psyche, Reinbek 1988, S.149 ff.

       Thorwald Dethlefsen , Krankheit als Weg, München 1983, S.39 ff.
       (zurück zum Text)

15)  Jan Assmann, Liturgische Lieder an den Sonnengott, Berlin 1969, S.30
       (zurück zum Text)

16)  Paul Brunton, Geheimnisvolles Ägypten, Bergisch-Gladbach 1986,  S.225
       
(zurück zum Text)

17)   Albert Champdor , Das ägyptische Totenbuch, Bern 1977, S.55 ff.
       
(zurück zum Text)

18)   Zitiert nach: Paul Brunton, Geheimnisvolles Ägypten, Bergisch Glad-
        bach 1986, S.215
(zurück zum Text)

19)   Ebenda, S.215 f. (zurück zum Text)

20)   Ebenda, S.216 f. (zurück zum Text)

21)   Siehe Anm.6

        Zu Einweihung und Rolle des Pharao siehe:

        Frank Teichmann, Der Mensch und sein Tempel. Ägypten, Stuttgart 1978,
        S.63-80

        Derselbe, Die Kultur der Empfindungsseele, Stuttgart 1990

        Derselbe, Die ägyptischen Mysterien. Quellen einer Hochkultur,
        Stuttgart 1999
(zurück zum Text)

22)   Siehe dazu: Frank Teichmann, Die Kultur der Empfindungsseele, a.a.O.
        (zurück zum Text)

 

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